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Die Idee
 
 
Gründe, die uns dazu bewegt haben, diesen Aktionstag zu initiieren:
Ein Bekannter erzählte mir, dass er und seine Motorrad-Club-Freunden mit den krebskranken Kindern, die gesund genug dazu sind, einen kleinen Motorradkorso fahren und danach ein Grillfest für sie ausrichten.
Dieses „die gesund genug dazu sind“ hat mich nicht mehr losgelassen.
 
So habe ich nach einer Aktion gesucht, bei der so wenig „Gesund-Genug-Voraussetzungen“ wie möglich erforderlich sind.
 
Dadurch kam es zu der Idee, mit den erkrankten Kindern und deren Eltern bunte Fondant-Kinder- Torten zu gestalten.
 
Aus eigener familiärer Erfahrung weiß ich, wie entlastend es ist, Hilfe zu erhalten.
Zu sehen, wie sich ein Kind trotz Krankheit begeistern kann, Freude erlebt und lacht, für ein paar Stunden Krankheit, Schmerzen und Angst vergisst, gibt Eltern und Angehörigen einen Energieschub, der sich in Worten nur unzureichend erklären lässt.
 
Die Tatsache, dass Eltern, selbst in einem Land wie Deutschland, durch die Erkrankung ihres Kindes in reale finanzielle Not geraten, erschüttert mich.
 
Ein Arzt sagte einmal: „Man sollte nicht fragen, ob jemand bereit wäre ein Organ zu spenden, sondern ob er, wenn er dringend ein Organ benötigt, dieses auch bekommen will…
So würde klar, dass zu einem „ich will haben“ ebenfalls ein „ich will geben“ gehört.
 
Ich persönlich habe durch schwere Zeiten auch gelernt und an Lebensqualität gewonnen.
Für mich waren und sind sie wie ein „Back To The Basics“ – ein sich bewusst werden, was wirklich wichtig im Leben ist.
Ein sich bewusst werden, dass es mir gut geht und ich zufrieden bin.
 
Denn ich:
- bin gesund und meine Familie ist
 gesund
- habe genug zu Essen
- habe einen Arbeitsplatz
- habe ein warmes Zuhause
- habe Menschen, die mir und denen
 ich wichtig bin
 
Mit meiner Arbeit und Kreativität möchte ich etwas der Unterstützung und Hilfe zurückgeben, die ich erleben durfte und bekommen habe.
Und ich glaube dran, dass wir durch gemeinsames Anpacken, wie bei diesem Aktionstag, sehr viel erreichen können.
Claudia Kügler
Als Claudia mich vor einigen Wochen fragte, ob ich mit ihr einen Aktionstag für krebskranke Kinder organisieren möchte, reagierte ich sehr skeptisch.
 
Ich habe selbst zwei kleine Kinder und wusste nicht, ob ich es mental verkraften kann, andere Kinder, die schwer krank sind, so nah zu erleben.
Dann habe ich aber den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf bekommen.
 
Ich dachte über mein Leben nach, über die Kleinigkeiten, über die man sich jeden Tag ärgert und die einen frustrieren.
 
Mir wurde immer bewusster, dass ich sehr dankbar für mein Leben sein kann!
Für meine Kinder und meine Familie, für die Gesundheit und so viele andere große und kleine Dinge, die ich erleben darf. Ich dachte, dass der direkte Kontakt mit den krebskranken Kindern der Uniklinik mir auch helfen kann, die Sicht auf mein Leben und meine so genannten Probleme wieder ins rechte Licht zu rücken und meine stetige Angst um meine Kinder zu verarbeiten.  Dieser Tag kann mir helfen, sich der Angst zu stellen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken.
 
Ich bin Claudia sehr dankbar, dass ich durch sie die Gelegenheit habe auch etwas zu geben und nicht nur zu nehmen. Ich möchte dabei sein, wenn die Kinder etwas Schönes erleben und möchte dabei helfen, dass sie und ihre Familien ihre Angst und ihre Probleme wenigstens für einen Tag vergessen können. Ich möchte ihnen meinen Tag schenken!
 
Beata Teutsch
Claudia